Die große Nacht der Blasmusik am 14. Oktober 2017

Fred Prokosch und Vlado Kumpan boten Musik der Extraklasse

Ein mit Spannung erwarteter Höhepunkt der Unterhaltung erfüllte am Samstagabend in der Brehmbachtalhalle alle Erwartungen. In der herrlich dekorierten Halle zündete Fred Prokosch und die Egerlandmusikanten die erste Stufe des Feuerwerkes mit Böhmischer Musik vom Feinsten. Thomas Landwehr, der auch im Namen der Distelhäuser Brauerei die Gäste einstimmte, moderierte in lustig schwungvoller Weise die Vorstellung. Der Vorsitzende des Musikvereines Pülfringen, Thomas Knörzer, begrüßte alle Musikfreunde und besonders den Schirmherr des Konzertes Bürgermeister Ludger Krug, welcher stolz den Weinort Königheim mit seinen überaus aktiven Vereinen, allen voran den Musikverein Pülfringen, vorstellte.   

 

Länger als eine Stunde hatten die Egerländer Musikanten mit ihrer originalen Tracht die richtigen Stücke parat um die Stimmung auf Hochform zu bringen. Das Gesangsduo Klaus und Claudia Lang verstanden es glänzend die Zuhörer mitzureisen und zum Mitsingen zu animieren.
Als dann zum Abschluss die ersten Takte der "Vogelwiese" erklangen, hielt es keinen mehr auf den Stühlen und die Überleitung zu dem nun folgenden war perfekt gelungen.

 

Der slowakische Musiker Vlado Kumpan, der mit weiteren 12 Musikern nun auf die Bühne kam, hat sich als Trompetenvirtuose schon lange einen Weltruf verschafft was auch von Anfang zu hören war.
Das Repertoire dieser Truppe war erstaunlich: von Polka, Walzer bis Klassiker. Viele Stücke stammen aus der Feder von Miloslav Prochaska, der selbst an der Trompete glänzte und mit viel Applaus bedacht wurde. Moderator Helmut Kiefer erntete mit seinen Anekdoten und Witzeleien unendlich viele Lacher. Als dann die Taufe der neuen CD anstand kam Thomas Knörzer mit Sekt und Thomas Landwehr mit Bier aus der Region auf die Bühne um den Tonträger aus Plastik feuchtfröhlich den Segen zu geben.

 

Vlado Kumpans Musiker sind Vollprofis, die in berühmten Orchestern spielen und jeden Tag vier bis sechs Stunden üben. Sie seien quasi mit dem Mundstück auf die Welt gekommen so der Moderator. Es war alles brillant. Alle spielten gelöst, locker und mit einer atemberaubenden Leichtigkeit. Sie schafften es, einen für Blasmusik ungewöhnlich fließenden Sound zu erzeugen. Star des Abends war eindeutig Vlado Kumpan, der mit seiner Solotrompete die höchsten Töne in absoluter Reinheit pfiff.

 

Als nach vier Stunden das Ende des Konzertes angesagt war, kam ein Teil des Publikums zur Bühne um  mit rhythmischem Klatschen Zugaben zu fordern. Lächelnd wurde eine Zugabe nach der anderen gespielt. Die Musiker wurden nicht müde, selbst als sie dann zum krönenden Abschluss die "Südböhmische Polka" in fast unendlich vielen Variationen zum Besten gaben.

mvpsb

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